Gesucht werden

  • krebskranke Interviewpartner*innen,
    die Interesse haben, im Rahmen einer künstlerischen Recherche – auch anonym – über ihre individuellen Krankheitserfahrungen und gesellschaftlichen Gefühlserwartungen im öffentlichen und privaten Raum zu sprechen. Dabei stehen die subjektiven körperlichen Erfahrungen genauso wie ihre sprachlichen Grenzen und nonverbale Ausdrucksformen von Krankheit im Mittelpunkt.

 

Dass sich die unsichtbare Bedrohung einer neuen Krankheit ausgerechnet in den Bildern vom Kampf ums letzte Klopapier oder durch seine Abwesenheit in leeren Ladenregalen manifestiert, macht eines klar: Krankheit gehört nicht zum Alltag und ist für die wenigsten selbstverständlicher Teil des Lebens. Nicht nur wirtschaftlich und sozial stellt uns diese Krise vor ungeahnte Herausforderungen, sondern auch emotional wird es kritisch.

 

Motiviert durch eigene Krankheitserfahrungen setzt sich Hendrik Quast in seinem aktuellen Projekt für das Festival DIE IRRITIERTE STADT mit der Sichtbarkeit und dem Versteckspiel von Krankheit in unserer Leistungsgesellschaft auseinander. Künstlerisch bedeutet die aktuelle Lage für ihn: Wie können auch mit Hinsicht auf die anstehende Krise alternative Erzählungen von Krankheit wachsen? Wie bewegen sich Kranke zukünftig im digitalen Raum bzw. wie kann Social Media neue Formate und Öffentlichkeiten jenseits dramatisierter Heilungs- oder Opfererzählungen ermöglichen?

 

Hendrik Quast ist queerer Performance- und Hörspielmacher. Durch die Aneignung traditioneller und populärer Handwerkstechniken wie Tierpräparation, Floristik und Nageldesign und ihrer Rhetoriken entstehen eigensinnige performative Formate. Dadurch werden Schlaglichter auf gesellschaftliche Themen wie Natur, soziale Herkunft und (prekäre) Arbeitsformen geworfen und neue Öffentlichkeiten für zeitgenössische künstlerische Prozesse sensibilisiert.

 

https://vimeo.com/user8171488

www.instagram.com/quastknoblich

 

 

Wenn Sie bereit sind, ein Interview von maximal 60 Minuten per Telefon, Skype, Facetime oder Zoom zu machen, melden Sie sich unter:

christina.maeckelburg@mdjstuttgart.de

 

Es wird eine Aufwandsentschädigung von 50€ angeboten.