City Space Movement

Wir alle ziehen durch die Stadt, wir navigieren auf den gleichen Wegen. Dennoch nimmt nicht jede*r diese Orte auf die gleiche Weise wahr. Gemeinsam mit einer Gruppe von lokalen Teilnehmer*innen untersuchen die performativen Künstler*innen Bongile G. Lecoge-Zulu und Jasmin Schädler die unterschiedlichen Wahrnehmungen und die damit verbundenen Grenzen in den alltäglichen Mäandern von Stuttgart. Sie inszenieren Führungen und Begegnungen mit der Stadt und erarbeiten innere Kartierungen.

Information zum aktuellen Stand des Projekts

City.Space.Movement entdeckt beständig Choreographien neu und erkundet Plattformen für den Erfahrungsaustausch. Unter dem Aspekt der Covid-19-Pandemie beschränken wir uns allerdings vorläufig darauf, mit virtuellen Mitteln durch die Straßen zu promenieren. Informationen darüber, wie man an diesen virtuellen Promenaden teilnehmen kann, finden Sie demnächst an dieser Stelle.

Sie können sich aber auch jederzeit direkt mit uns in Verbindung setzen: city.space.movement@gmail.com

© First Virtual Promenade through Pretoria

Mehr Informationen

Bongile G. Lecoge-Zulu und Jasmin Schädler möchten ihr Projekt gemeinsam mit Privatpersonen als „künstlerische Mitarbeiter*innen“ durchführen. City Space Movement ist als ein Instrument konzipiert, mit dem sich neue Zugänge zur eigenen Stadt finden lassen, um sich die Wege zu neuen Perspektiven auf die eigene Stadt unvoreingenommen zu erobern. Das Konzept „Stadt“ soll damit keineswegs kritisiert oder gar in Frage gestellt werden. Das kreative Ziel der beiden Künstlerinnen besteht vielmehr darin, ihre Ansichten des Themas „Stadt“ und insbesondere die Eigenheiten einer bestimmten Stadt anderen zugänglich zu machen. In ihrem Projekt beachten sie daher besonders die alltäglichen Wege der teilnehmenden Privatpersonen und wie diese auf ihren Wegen alltägliche Aufgaben bewältigen.

Bongile G. Lecoge-Zulu und Jasmin Schädler spüren mit neu interpretierten choreografischen Mitteln den inneren und äußeren Kartierungen einer Stadt und ihrer Bewohner nach. Sie befragen die Art und Weise der Begegnungen von Menschen in einer Stadt. Vor diesem Hintergrund hoffen sie auf eine große Vielfalt des Teilnehmer*innen-Spektrums.

 

Im Kern besteht der Fragen-Katalog aus vier Elementen:

1) Welche Erfahrungen haben Sie mit Ihrer Stadt gemacht?

2) Was gefällt Ihnen am besten an Ihrer Stadt?

3) Was sind Ihre Barrieren/Beschränkungen für den Zugang zur Stadt (falls vorhanden)?

4) Wie navigieren Sie sich um die genannten Barrieren und die Stadt im Allgemeinen?

Bongile Lecoge-Zulu

absolvierte ein Musikstudium und ein Studium der Geisteswissenschaften an der University of the Witwatersrand in Johannesburg. Außerdem machte sie einen Abschluss als Performerin an den Royal Schools of Music in London. Die Künstlerin arbeitet in den Disziplinen Musik- und Theaterpädagogik, Moderation, Performance-Schreiben und Kuratieren. Bisher ist sie in Ensembles und Theatern in ganz Südafrika und Botswana aufgetreten. Aktuell unterrichtet sie Flöte und Gesang an der Brescia House School und am St. Stithians Girl’s College in Johannesburg. Darüber hinaus engagiert sie sich in interdisziplinären künstlerischen Bewegungen, in denen sie Möglichkeiten der Verschmelzung von Musik und anderen künstlerischen Ausdrucksformen erforscht. Als Dramaturgin betreut sie das Tribute-Musicals “Divas of Kofifi” und wirkt an der Produktion “Dear Mr Government” mit. In diesen Arbeiten und als Mitglied der Drama for-Life-Playback-Theatre-Company setzt sie sich in vielfältiger Weise mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit auseinander. Ihre Arbeit wurde auf zahlreichen nationalen und globalen Festivals und Konferenzen vorgestellt.

© Siphumeze Khundayi

Jasmin Schädler

wurde 1989 in Illertissen geboren. Im Anschluss an ihren Bachelor in Physik und Kulturwissenschaften studierte sie Theaterregie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg und im Master Kunst Praxis am Dutch Art Institute. Ihre künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Performance und Installation. Ihr aktueller Fokus liegt dabei auf dem Verhältnis von Raum, Wahrnehmung und Identität im Analogen wie im Digitalen. Dabei setzt sie sich mit Datensammlung, Berichterstattung und der Befragung von Konventionen der Wissensproduktion aus einer intersektionalen Perspektive auseinander.

Sie ist Gründungsmitglied des Performancekollektivs die apokalyptischen tänzer*innen (apocalypse.dance), sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins InterAKT Initiative e.V., der spartenübergreifend Musik- und Performanceprojekte im Raum Stuttgart realisiert (interakt-initiative.com).

2020 ist sie Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg. Seit 2019 ist sie Atelierstipendiatin am Künstlerhaus Stuttgart. 2016/2017 war sie Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude.

Jasmin Schädler lebt und arbeitet in Stuttgart.

© Julia Schäfer