Sowohl der physische als auch der mediale öffentliche Raum sind als Agora zu sehen, in der das »Öffentliche« heute überaus kontrovers verhandelt wird. Unterschiedliche gesellschaftliche Gruppierungen erheben Anspruch auf diesen Raum – und damit auch einen Anspruch auf die Deutungshoheit des Öffentlichen. Wie die wenigen nicht überbauten Orte in den Städten zu Denk- und Lebensräumen für Stadtbürger*innen werden können, wie flüchtige, performative Kunstpraktiken  gesellschaftliche Narrative mitgestalten und somit die Rolle übernehmen, die bisher klassische Denkmäler erfüllt haben  – dies wird unter verschiedenen Aspekten in dem dreitägigen  Symposium von Künstler*innen, Expert*innen und Aktivist*innen mit der Stadtgesellschaft diskutiert.

23.  und 24. Juli, jeweils 14:00 – 17:00 Uhr
Bischof-Moser-Haus, Wagnerstraße 45, 70182 Stuttgart

26. Juli, 15:00 – 17:00 Uhr

Außenbereich Akademie Schloss Solitude, Solitude 3, 70197 Stuttgart

 

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Internationale und lokale Künstler*innen und Performer*innen aller Sparten erarbeiten ihre Projekte für DIE IRRITIERTE STADT gemeinsam mit Akteur*innen der Stuttgarter Stadtgesellschaft im öffentlichen Raum. Und sie alle zeigen, dass der öffentliche Raum – physisch oder medial – eine Agora ist, in der das „Öffentliche“ heute überaus kontrovers verhandelt wird. Unterschiedliche gesellschaftliche Gruppierungen erheben Anspruch auf diesen Raum – und damit auch einen Anspruch auf die Deutungshoheit des Öffentlichen. Wie die wenigen, nicht überbauten Orte in den Städten zu Denk- und Lebensräumen für Stadtbürger*innen werden können, wie flüchtige, performative Kunstpraktiken gesellschaftliche Narrative mitgestalten und somit die Rolle übernehmen, die bisher klassische Denkmäler erfüllt haben, wird unter verschiedenen Aspekten in dem dreitägigen Symposium vom Expert*innen und Aktivist*innen diskutiert.

 

Es werden künstlerische Praktiken, die sich der Partizipation verschrieben haben, aber auch Stadtraum und Teilhabe theoretisch verhandelt, reflektiert und kontextualisiert. Gemeinsam fragen wir uns: Ist Kunst im öffentlichen Raum per se demokratisch? Wer spricht hier für wen und wer ist nicht sichtbar? Einbezogen wird die Tatsache, dass der Raum für einige immer knapper wird, dass profitorientierte Stadtplanung zur vollständigen Überbauung der Städte führt. Aber gerade auf die nicht verplanten Orte, auf diese „urbanen Reserven“, die sich jeglicher Zweckorientierung entziehen, kommt es an, wenn neue Narrative für die Stadtgesellschaft gefunden werden sollen. Das Symposium erörtert deshalb auch die Frage: Wie kann Kunst diese Orte aktivieren und bespielen?

23. Juli 2020, 14:00 – 17:00 Uhr

Künstlerische Strategien zur Aktivierung des Öffentlichen Raums. Mit Beiträgen von: Melanie Mohren und Bernhard Herbordt (Herbordt/Mohren), Hannes Schwertfeger und Oliver Storz (Bureau Baubotanik) und Hannes Klawiter (Stadtlücken e. V.)

 

24. Juli 2020, 14:00 – 17:00 Uhr

Re-thinking History oder Wie repräsentativ ist der öffentliche Raum?

Mit Beiträgen von: Ebru Celkan, Yolanda Gutiérrez und AKEVA! Malayika (ISD Stuttgart)

Ort: (23.  und 24. Juli) Bischof-Moser-Haus, Wagnerstraße 45, 70182 Stuttgart

 

26. Juli 2020, 15:00 – 17:00 Uhr

Öffentliche Orte als Orte der Gemeinschaft.

Offenes Plenum: Visionen für den öffentlichen Raum.

Picknick und Gespräch von und mit Herbordt/Mohren

Ort: Außenbereich Akademie Schloss Solitude