The Users

Kinder werden zunehmend in eine digitale Welt voller mobiler Geräte geboren. Konfrontiert mit der Stimulation durch Medien, die mit jeder Fingerspitze zur Verfügung stehen, werden sie oft als die »Touchscreen-Generation« bezeichnet. Der technologische Generations-Entwicklungssprung veranlasste Britt Hatzius, die Perspektive der Kinder zum Ausgang ihrer Performance zu machen. Was die Kinder auf ihren Geräten »tun« bzw. »sehen«, machen sie selbst spielerisch für ein erwachsenes Publikum erfahrbar.

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Kinder werden in eine digitale Welt mit zunehmend mehr mobilen Geräten (Handys/Tablets) geboren. Konfrontiert mit einem unerbittlichen Ansturm der Stimulation durch Medien, die ihnen zur Verfügung stehen, werden sie mittlerweile als die »Touchscreen-Generation« bezeichnet.

THE USERS knüpft an diesen technologischen Generations-Entwicklungssprung an, der offensichtlich auch eine Vielfalt von Sorgen und Ängsten mit sich bringt. Im Mittelpunkt der Erkundung steht die Perspektive der Kinder und das offene Interesse an dem, was Kinder selbst auf ihren Geräten »tun« bzw. »sehen«. Die Performance ist als spielerischer, reflektierter Versuch gedacht, mit dem die kindliche Sichtweise der digitalen Welt für Erwachsene erfahrbar gemacht wird.

Britt Hatzius

 

Regie/Konzept: Britt Hatzius

Co-Regie: Darren O’Donnell

Auf der Bühne: Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren

Dramaturgie: Charlotte Arens

Technische Leitung: Holger Heißmeyer

Künstlerische Produktion: Katja Timmerberg

 

Das Projekt ist Teil des Kulturprogramms von Kanadas Gastlandauftritt bei der Frankfurter Buchmesse 2020. Es wird unterstützt durch das Canada Council for the Arts und die Regierung von Kanada. Gefördert wurde das Projekt ebenfalls vom Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden-Württemberg e.V. und dem Fonds Darstellende Künste.

Britt Hatzius

Die deutsch-britische Künstlerin Britt Hatzius arbeitet in den Bereichen Film, Video, Sound und Performance. Ihre Arbeiten wurden international bei Performance- und Medienkunstfestivals sowie in Institutionen und Galerien gezeigt. Im Zentrum der Arbeit von Britt Hatzius stehen verschiedene Formate des Bewegt-Bildes sowohl in ihrer technischen als auch konzeptuellen Darstellungsform. Außerdem erforscht Britt Hatzius verschiedene Kategorien von Sprache, die Interpretation von Sprache(n) und das damit verbundene Potenzial für Diskrepanzen im Umgang mit Sprache, Brüchen, Abweichungen und der daraus resultierenden (Fehl-)Kommunikation.

Nach einem Studium der Medien und der Bildenden Kunst am Chelsea College of Arts London, das sie 2002 abschloss, folgte 2005 ein Masterabschluss in Fotografie und Stadtkulturen an der Goldsmiths, University of London. An dieser Hochschule ist sie zeitweilig an Forschungstätigkeiten des Studio INCITE (Critical Inquiry into Ethnography and Technology) beteiligt. Außerdem arbeitet sie zeitweilig in Forschungsprojekten am CUCR (Centre for Urban and Community Research).

Im Rahmen ihrer künstlerischen Praxis arbeitet sie mit zahlreichen Künstler*innen aus der Bildenden Kunst, Performance, aus Theater, Musik und Tanz zusammen und engagiert sich in Bild-Ton-Kooperationen mit dem Kollektiv Not Applicable Artists. Derzeit lebt sie in Heidelberg.